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Meine Zeit auf AIDA 2018-2020

Autor

DJ Steve Sußig

Veröffentlicht

08. Dezember 2025

Lesezeit

5 Minuten

Meine Zeit auf AIDA 2018-2020

DJ auf AIDA – Meine Weltreise mit Beats und unvergesslichen Crew-Momenten (2018–2020)

Stell dir vor: Du bist der einzige DJ an Bord, vor dir 800 Gäste aus aller Welt, die Sonne knallt aufs Pooldeck und du hast exakt drei Sekunden zu entscheiden, ob jetzt „Mamma Mia“, „Atemlos“ oder ein fetter House-Remix kommt.

Genau das war von 2018 bis 2020 mein Arbeitsalltag als hauptberuflicher AIDA-DJ – eine Zeit voller Kontraste, die mich zum absoluten Allrounder hinter den Turntables gemacht hat.

Insgesamt war ich fast anderthalb Jahre auf fünf verschiedenen Schiffen unterwegs. Den Anfang machte im Sommer 2018 die AIDA Cara. Zwei Monate lang war ich als einziger DJ für sämtliche Partys und Locations verantwortlich – von Kiel schipperten wir über die Ostsee, entlang der skandinavischen Fjorde nach Stockholm, Helsinki und schließlich bis nach Tallinn. Minusgrade im Mai waren keine Seltenheit, aber die Gäste haben trotzdem bis Mitternacht im Freien getanzt. Hier lernte ich Helmut „Helli“ Hertel kennen – ein echtes Urgestein und einer der beliebtesten Entertainment-Manager der Flotte. Er nahm mich später mit auf die AIDA Vita und zeigte mir, wie man eine ganze Reise lang die Energie hochhält.

Im Herbst 2018 folgte die AIDA Mar: fünf Wochen Nord- und Ostsee mit ganz viel Skandinavien. Diesmal war ich hauptsächlich für das Pooldeck und die Anytime Bar zuständig. Hier habe ich gelernt, innerhalb von wenigen Minuten von Schlager auf Black & House umzuschalten - je nachdem, wer gerade die Tanzfläche stürmte. Ein Highlight war, dass ich DJ Chris kennenlernte. Er war DJ im Brauhaus, wir freundeten uns sofort an und unternahmen bei jedem Hafenstopp verrückte Ausflüge – von spontanen Kneipentouren in Oslo bis zu versteckten Stränden in Schweden. Zusammen haben wir die legendäre Halloween-Party gerockt: Wir haben in Schweden extra Deko an Land gekauft, die gesamte Anytime Bar umgebaut und so einiges an „Schabernack“ inszeniert.

Direkt danach ging es von Dezember 2018 bis Februar 2019 mit der AIDA Vita durch Südostasien. Die 14-tägige Selection-Route startete in Singapur und verlief über Indonesien, Bali, Malaysia bis Australien. Als alleiniger DJ für alle Bereiche hatte ich wieder alles selbst in der Hand: von entspannten Sundowner-Sets auf der Außenterrasse bis zur vollen Anytime Bar nachts um drei. Besonders schön war hierbei, dass ich alte Crew-Kollegen von AIDA Cara und AIDA Mar wiedersah und sich der Zusammenhalt untereinander wie in einer großen Familie anfühlt. Die Kultur war absolut außergewöhnlich, die Vegetation überwältigend und die Einfahrt nach Hongkong bei Nacht einfach magisch. Ein besonderes Highlight war unser Crew-Ausflug nach Komodo, bei dem der Guide mit uns eine Extra-Runde abseits der Gästetour machte, sodass wir ganz allein unterwegs waren und plötzlich nur wenige Meter von den mächtigen Komodowaranen entfernt standen – ein Moment, der mir noch heute Gänsehaut beschert. Ebenso unvergesslich war die Safari in Australien, als ich mit einem linksgelenkten Allrad-Jeep quer durch die rote Steppe fuhr, vorbei an wilden Kängurus und schlafenden Koalas und schon im Kopf die perfekten Down-Under-Tracks für die nächste Poolparty zusammenstellte.

Im Frühjahr 2019 wechselte ich auf die AIDA Perla als Beach-Club-DJ und erlebte zunächst zwei komplette 14-tägige Karibik-Rundreisen ab La Romana mit Anläufen in Aruba, Curaçao, Bonaire, St. Lucia, Barbados und Antigua – türkisblaues Wasser, Temperaturen über 30 °C und jeden Tag ausgelassene Beach-Club-Partys unter karibischer Sonne.

Ab dem 4. April folgte die große Transatlantik-Repositionierung: 27 Tage quer über den Atlantik mit Stops auf den Azoren, in Lissabon und entlang der europäischen Küste bis wir am 30. April in Hamburg ankamen. Mein erstes Mal auf einem der damals größten Schiffe der Flotte – und ich durfte meine damalige Freundin mitnehmen, was die Reise noch einmal besonders machte. Der Sundowner im Hafen mit Fit-for-Drums war legendär: Trommeln, Beats, Sonnenuntergang und 800 Gäste, die komplett ausflippten.

Den letzten und intensivsten Einsatz hatte ich im Frühjahr 2020 auf der AIDAmira, wo ich wieder als einziger DJ für alle Locations verantwortlich war und auf den 14-tägigen „Südafrika & Namibia“-Routen ab Kapstadt unterwegs war – mit Anläufen in Walvis Bay, Lüderitz, Port Elizabeth und Mossel Bay, begleitet von Safari-Atmosphäre, atemberaubenden afrikanischen Sonnenuntergängen und Partys mit direktem Blick auf den Tafelberg. Zu den schönsten Erinnerungen zählen die Quad-Tour durch die riesige Dune 7 gemeinsam mit der Crew sowie der Besuch der verlassenen Diamantenstadt in Namibia. 

Doch dann kam Corona. Ab Mitte März waren keine Landgänge mehr möglich, wir lagen wochenlang vor Kapstadt, bis schließlich alle Gäste ausgeflogen werden konnten. Danach begann die Heimreise der Crew, die jedoch darin mündete, dass wir tagelang vor Teneriffa kreuzen mussten, weil kein Hafen uns aufnehmen wollte. Erst am 17. April 2020 durften wir endlich anlegen und ich wurde nach Hause geschickt. Die letzte Crew-Party kurz zuvor war trotzdem unvergesslich: Wir überquerten gerade den Äquator, es goss in Strömen, und dennoch tanzten wir bis in die Morgenstunden - sogar der Kapitän schaute vorbei und feierte mit. Ein Abschluss, der mir immer in Erinnerung bleiben wird.

Von minus 5 Grad in Tallinn, karibische Hitze, asiatische Tropennächte, namibische Wüste und einem Corona-Finale vor Teneriffa – ich habe wirklich alles erlebt. Und genau diese Erfahrung bringe ich heute mit auf deine Veranstaltung: Ruhe, Flexibilität und 100 % Zuverlässigkeit, egal was kommt.

Du suchst einen DJ, der schon die Welt umrundet hat und trotzdem immer noch lächelt, wenn der Regen kommt?

Dann schreib mir – ich bringe nicht nur Musik, sondern ein Stück echte AIDA-Magie mit. 🚢🎧

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